in·jec·tion (n-jkshn) n. 1. The act of injecting. 2. Something that is injected, especially a dose of liquid medicine injected into the body. 3. Mathematics A function that is one-to-one. |
In der andauernden Währungsdiskussion über den unterbewerteten Yuan geht China nun in die Offensive. Führende Industrienationen, vor allem die USA, hatten seit längerem eine Aufwertung der chinesischen Währung verlangt, um die globalen Ungleichgewichte zu reduzieren.
China kontert jetzt, die US-Wirtschaftspolitik trage hieran selbst Schuld und leiste zugleich einen nennenswerten Beitrag zur Überhitzung der chinesischen Wirtschaft. Die USA überfluteten die globalen Märkte mit Cash, der auch in den chinesischen Markt fließe, die Zinsen niedrig halte und das dortige Wachstum übermäßig begünstigte.
Die Vorwürfe Chinas könnten ein Versuch sein, den globalen Fokus vom Yuan auf die Geldpolitik der USA zu richten, obwohl die Federal Reserve die Leitzinsen in den vergangenen beiden Jahren um mehr als vier Prozentpunkte erhöht hat. Einige Analysten halten die Argumente der Chinesen jedoch für gerechtfertigt. Richtig oder nicht, Chinas Einwände dürften auf den verschiedenen multilateralen Treffen im kommenden Monat diskutiert werden. Im September finden im asiatischen Raum die Konferenz der Finanzminister der APEC, der G-7-Gipfel und die Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds statt.
Die USA und andere Industrieländer dürften China bei diesen Veranstaltungen auffordern, eine stärkere Aufwertung des Yuan zuzulassen, um einen Beitrag zur weltwirtschaftlichen Stabilität zu leisten. Der unterbewertete Yuan gebe China einen unfairen Handelsvorteil, lautet der allgemeine Vorwurf. Einige Beobachter sehen diese Unterbewertung bei bis zu 60 Prozent. China dürfte im Gegenzug auf die bereits in diesem Jahr ergriffenen Maßnahmen verweisen, so die Straffung der geldpolitischen Rahmenbedingungen und verschiedene Schritte zur Liberalisierung des Kapitalverkehrs. Damit will China einerseits die eigene Wirtschaftsdynamik dämpfen und andererseits den internationalen Forderungen entgegenkommen.
Überliquidität des Dollar.
Am deutlichsten formulierte jüngst der Bankenregulierer Yu Xuejun die Vorwürfe gegen die USA. Ursache für die Überhitzung der chinesischen Wirtschaft sei die „Überliquidität" des Dollar, sagte Yu. Die „lockere Geldpolitik" der USA von Anfang 2001 bis Mitte 2004 habe zu global überhöhten Vermögenspreisen geführt und die starken Kapitalströme in die chinesischen Wirtschaft verursacht. Diese Entwicklung habe zugleich zur Aufblähung der chinesischen Währungsreserven beigetragen - das Land hält mittlerweile weltweit den größten Bestand an Reserven. Yu gehört zwar nicht zu den wirtschaftspolitischen Entscheidungsträgern, seine Meinung könnte jedoch Chinas neue Taktik in der Währungsdebatte widerspiegeln.
China hatte erst im Juli 2005 die heimische Währung von der Dollar-Bindung gelöst und damit die Märkte überrascht. Dabei wurde der Yuan gegenüber dem Dollar um 2,1 Prozent aufgewertet und an einen Währungskorb gebunden. Seither hat der Yuan trotz des hohen Handelsüberschusses von 134 Milliarden Dollar im Jahr 2006 um lediglich 2 Prozent zugelegt, da China durch Interventionen eine stärkere Aufwertung unterbindet. In den letzten Monaten hat sich der Überschuss von Rekord zu Rekord bewegt und dürfte bis Jahresende sogar 150 Milliarden Dollar betragen.
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